Zweiter Weltkrieg  >Einer von denen war ich<

 Die Erlebnisse eines jungen Soldaten im Zweiten Weltkrieg;
Reif gemacht für das Schlachtfeld - eingeschlossen in der “Hitler-Festung Klessin” -
Lange Kriegsgefangenschaf

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t mit drei Fluchtversuchen!

Eine Erzählung aus dem
Zweiten Weltkrieg

von Hugo Reinhart

Jetzt auch als eBook

 

 

 

 

 


 

Das
ideale Geschenk
für den Mann!

 

Kriegsgefangene

Kriegsgefangene der Alliierten:

Am Ende des Zweiten Weltkrieges befanden sich weit über 11.000.000 deutsche Soldaten der Wehrmacht, der Waffen-SS und halbmilitärischer Organisationen (RAD) als Kriegsgefangene der Alliierten, im Gewahrsam der Siegermächte.

Allein in der damaligen UdSSR wurden über 3.100.000 deutsche Soldaten als Kriegsgefangene festgehalten. Davon sind in russischer Kriegsgefangenschaft über 1.100.000 Kriegsgefangene verstorben. In anderen Ost- und Südosteuropäischen Staaten befanden sich ca. 290.000 deutsche Soldaten als Kriegsgefangene, von denen über 93.000 Kriegsgefangene in der Gefangenschaft verstorben sind. In britischer Gefangenschaft waren mehr 3.630.000 deutsche Soldaten. Diese wurden in Lagern in England, Kanada, Deutschland, Madagaskar, Malta und Italien untergebracht.   Fast 3.100.000 deutsche Soldaten befanden sich damals in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Sie waren in Lagern in den USA, in Deutschland, den Beneluxländern und in Frankreich gefangen. Die USA gab ca. 50.000 deutsche Kriegsgefangene an Belgien, die Niederlande und an Luxemburg ab. Im April 1947, auf einer  Konferenz in Moskau, einigten sich die Teilnehmer darauf, bis zum 31. Dezember 1948 alle Kriegsgefangene der Alliierten entlassen zu haben. Dennoch wurden die letzten deutschen Kriegsgefangene aus der UdSSR erst 1955 in ihre Heimat entlassen.

Die Todesrate der Kriegsgefangenen bei den Westmächten, einschließlich der US-Kriegsgefangenen, lag bei über 31.900 deutschen Soldaten. Davon gab es in Frankreich, bedingt durch die schlechte Versorgung in den ersten Nachkriegsjahren, die weitaus größte Zahl von über 24.170 verstorbenen Kriegsgefangenen. Gefolgt von den USA mit ca. 5.800 Kriegsgefangenen Soldaten, die hauptsächlich 1945 in den überfüllten Wiesenlagern in Frankreich und Deutschland starben.

Kriegsgefangene in Frankreich:

Frankreich   hatte ca. 960.000 deutsche Soldaten als Kriegsgefangene. Davon wurden ca. 300.000 Soldaten von der französischen Armee gefangengenommen. 60.000 davon in Nordafrika, 240.000 in Frankreich und Deutschland.
25.000 deutsche Soldaten wurden von Großbritannien an Frankreich abgetreten.

Von den USA hat Frankreich ca. 740.000 Kriegsgefangene übernommen. Die USA waren froh, ihre Kriegsgefangenen los zu werden, hatten sie doch 1945 große Probleme mit der Versorgung und Unterbringung derselben. Jedoch verlangte Frankreich von den Alliierten noch mehr Kriegsgefangene als Arbeitskräfte. In einer Übereinkunft vom Dezember 1944 wurden Frankreich 1.750.000 Kriegsgefangene zugesprochen. Da Frankreich nicht in der Lage war, diese zu versorgen, stoppte die US-Arme im Herbst 1945 die Überführung weiterer Kriegsgefangener an Frankreich.

Angesichts der sehr schlechten Ernährungslage in den Jahren 1945 und 1946 in den französischen Kriegsgefangenenlagern gab es in dieser Zeit eine besonders hohe Rate an Kranken, Arbeitsunfähigen und Todesfällen. Berücksichtigt man jedoch, dass es in diesen Jahren in Frankreich an allem möglichen fehlte, und die Franzosen selbst in einer miserablen Versorgungslage waren, ist es unangemessen zu behaupten, die schlechte Versorgung, der Kriegsgefangene in Frankreich, sei alleine auf Rache und Hass an den Deutschen zurückzuführen.

Es ist jedoch zu bemerken, dass zumindest kurz nach dem Kriegsende eine gewisse Berechnung, zumindest in dem Lager, in dem ich untergebracht war, eine Rolle spielte. In dieser Zeit war unsere Versorgungslage besonders schlecht. Wir litten alle an Mangelernährung. Unsere Gedanken bewegten sich nur noch um Essen. Bei den meisten Gefangenen waren alle körpereigenen Reserven aufgebraucht. Wir waren total abgemagert! Dann, nach Wochen, waren wir reif. Jetzt kam die Fremdenlegion. Ehemalige deutsche Soldaten, jetzt in der Legion, und französische Offiziere, warben für die Fremdenlegion. Eine gewisse Zeit lang kamen sie täglich in das Kriegsgefangenenlager und machten uns weich. Nach dieser Werbeaktion hatte sich unser Lager um gut ein Drittel gelichtet. Als diese Aktion abgeschlossen war, wurde die Verpflegung etwas besser und wir kamen auf Arbeitskommandos. In meinem Buch, “Einer von denen war ich”, berichte ich ausführlich darüber. Sie können es hier erwerben!

Nun  wurden wir zu allen möglichen Arbeiten eingeteilt. Es gab Einzelkommandos bei Bauern und Handwerksbetrieben. Denen ging es dann zumeist gut und sie waren ziemlich frei. Der weitaus größere Teil, der Kriegsgefangene in Frankreich, wurde in Fabriken, Militärkommandos, als Minensucher und bei Präfekturen usw. eingesetzt. Sehr viele wurden in den französischen Bergwerken zur Arbeit gezwungen. 1945 und 1946 machte vielen, der Kriegsgefangene in Frankreich, die Unterernährung noch zu schaffen. Auch unsere Bekleidungslage war schlecht, es fehlte an allem. Wir trugen die ersten zwei Jahre immer die gleichen alten Uniformteile, die von uns immer wieder notdürftig zusammengeflickt wurden. Die Unterwäsche war verschlissen, das Schuhwerk war verbraucht und wurde oft notdürftig mit Draht zusammengehalten. Wenn es Ersatz gab, waren das meist dünne Segeltuchschuhe mit einer geflochtenen Strohsohle, manche hatten auch Holzschuhe. Auf dem Mantel, der Jacke, Hose und dem Hemd war ein großes, weißes “PG” (Prisonnier de Guerre) aufgemalt, das uns als Kriegsgefangene zu erkennen gab. Mitte 1945 durfte jeder Kriegsgefangene eine vorgedruckte Karte an seine Angehörigen senden. Ab Ende 1945 waren Pakete aus Deutschland erlaubt. - Jedoch, in Deutschland hatten die meisten selbst mit sich zu kämpfen. Erst 1947 wurde die Versorgungslage für uns besser.

Die Unterbringung der Kriegsgefangenen war unterschiedlich. Anfangs lagen wir im Freien auf Wiesen. Mein erstes Lager befand sich in Lindau am Bodensee auf der Insel, auf dem Gelände vom Bootshaus. Hier lagen tausende Landser Mann an Mann. Oft gab es nur eine Wasserstelle. Stundenlang stand man hier in einer langen Schlange, um eine handvoll Wasser zu erhaschen. Zu Essen gab es nichts. Viele haben Gras, Wurzeln und Baumrinde zu sich genommen.

In Frankreich wurden wir Kriegsgefangene in alten Festungen, in Kasernen, in Hallen, in Kasematten, Zelten, in Holz- oder Wellblechbaracken untergebracht. Die medizinische Versorgung war schlecht, Verbandsmaterial war knapp. Medikamente gab es 1945 in meinem Kriegsgefangenenlager in Paris nicht. Vereinzelt kam es auch zu Misshandlungen. Die häufigsten Erkrankungen, bei den Kriegsgefangene in Frankreich, waren hier Unterernährung, Durchfallerkrankungen, Kräfteverfall, Lungenentzündungen, Ekzeme und Furunkel. Freizeitgestaltungen, wie in den USA oder bei den Briten, waren bei uns sehr selten.

Die Zahl der Fluchtversuche, der Kriegsgefangene in Frankreich, war sehr hoch. Über 171.000 Kriegsgefangene versuchten in Frankreich zu fliehen. Weit über 89.000 wurden auf der Flucht wieder eingefangen oder auch von anderen Mächten, wie der Schweiz und Belgien, an Frankreich ausgeliefert. Wurden Kriegsgefangene auf der Flucht in Deutschland in der französischen Zone ergriffen, kamen sie zurück nach Frankreich. Nur von Spanien wurden geflüchtete Kriegsgefangene zurück nach Deutschland gebracht.

Nach einer Flucht wurden Kriegsgefangene in Frankreich mit 30 Tagen Arrest bestraft und bekamen den Kopf geschoren. Machte ein Kriegsgefangener einen zweiten oder gar dritten Fluchtversuch, wurde er zu einer Dunkelhaftstrafe von bis zu 30 Tagen verurteilt. Hatte der Gefangene zur Vorbereitung oder auf der Flucht einen Diebstahl begangen, der aufgedeckt wurde, brachte es dem Gefangenen eine zusätzliche Bestrafung ein. Einige, mit schweren Vergehen, wurden auch aus der Rückführungsliste gestrichen.

Mich hat das Schicksal der Bestrafung zweimal ereilt. Nach meinem zweiten Fluchtversuch war ich ohne Verurteilung für acht Tagen in einer dunklen Kasematte, ohne Licht, in einer Festung in Paris eingesperrt. Danach wurde ich zu 30 Tagen Arrest verurteilt und meine Haare wurden geschoren. Nach dem letzten Fluchtversuch bekam ich ebenfalls eine Glatze geschoren und wurde zu einer Dunkelhaftstrafe von zwei Wochen, ohne Licht, in einem nachtschwarzen Raum eingesperrt. Über meine Fluchtversuche, die mich bis nach Gent in Belgien bringen, berichte ich ausführlich in meinem Buch, “Einer von denen war ich”. Sie können es hier erwerben!

Bereits 1945 wurde in Frankreich mit der Rückführung begonnen. Über 25.000 Jugendliche, alte Männer, Wehrmachtshelferinnen und Zivilpersonen, die in Kriegsgefangenschaft geraten waren, wurden 1945 zurückgeführt. 1946 erfolgte die Entlassung von knapp 150.000 Kriegsgefangenen, 1947 waren es über 199.000 Heimkehrer. Über 254.000 Kriegsgefangene wurden 1948 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Außer Soldaten der Waffen-SS und Personen, die als Kriegsverbrecher erklärt wurden, waren bis zum 15. Dezember 1948 alle deutschen Soldaten entlassen.

Die Rückführung der deutschen Kriegsgefangenen in die Heimat richtete sich nach verschiedenen Kriterien. Soldaten der Wehrmacht und anderen Organisationen waren in Frankreich in 16 verschiedene Kategorien eingeteilt, die nach dem Alter und der Nützlichkeit der Kriegsgefangenen als Arbeitskräfte aufgeteilt waren. Junge Soldaten der Jahrgänge 1925, 1926 und 1927 bildeten die letzte Kategorie. Die Rückführungstransporte, der Kriegsgefangene in Frankreich, waren in die verschiedenen Besatzungszonen aufgeteilt. Sie erfolgten über das Lager in Tuttlingen für die südliche französische und amerikanische Besatzungszone. Über das Lager in Bretzenheim erfolgte die Entlassung in die englische und nördliche französische Zone. Die Entlassung der Kriegsgefangenen in die russische Zone wurde über das Lager Bebra-Gerstungen abgewickelt.

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Das Buch „Einer von denen war ich“ ist ein anschauliches Stück Zeitgeschichte.  Es ist ein authentischer Insiderbericht, der die vielfältigen Erlebnisse eines jungen Soldaten zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der anschließenden Kriegsgefangenschaft, außergewöhnlich präzise, wertfrei und persönlich beschreibt. Der Autor erzählt mal heiter, mal schockierend, aber immer spannend und mit großer Darstellungskraft. Dieser fesselnde und aufrüttelnde Lebensbericht zeigt auf, wie viele junge Menschen im Krieg und der Kriegsgefangenschaft ihrer Jugend beraubt wurden und dass keiner von ihnen unbeschädigt nach Hause zurückkehrte. Hugo Reinhart versteht sein Buch als Einladung zum Dialog und will anklagen und Zeugnis ablegen über das Schicksal eines Einzelnen von Millionen ähnlicher Schicksale im Zweiten Weltkrieg, um so einen Beitrag zu leisten, künftige Kriege zu vermeiden.

Zweiter Weltkrieg: Erinnerungen aus dem Kriegstagebuch

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Der obige Bericht >Kriegsgefangene< will Ihnen eine kleine Hilfe sein. Er erhebt nicht den Anspruch auf historische  Genauigkeit und Vollständigkeit. Alle angegeben Zahlen über deutsche Soldaten in Kriegsgefangenschaft sind nur annähernd. Eine Garantie für die Richtigkeit aller Angaben, sowie eine Haftung jeglicher Art, wird nicht übernommen.

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Blick in das Buch

Kriegsgefangene der Alliierten:

Kriegsgefangene: Im Oktober 1948, französische Kriegsgefangene vor einem Kriegsgefangenenlager in Tuttlingen.

Kriegsgefangene:
I
m Oktober 1948, französische Kriegsgefangene vor einem Kriegsgefangenenlager
in Tuttlingen.
 

Kriegsgefangene in Frankreich

Kriegsgefangene
im Oktober 1948, in einem Kriegsgefangenenlager
in Frankreich.
 

Kriegsgefangene: Wir haben Mittagspause. Ich bin noch bei dem Essen.

Kriegsgefangene:
Wir haben Mittagspause.
Ich bin noch bei dem Essen.

Zweiter Weltkrieg - Kriegsgefangene

Aus dem Kriegstagebuch:
Am 31. Oktober 1948. Kriegsgefangene in Frankreich, auf dem Transport zurück nach Deutschland.
Im hellen Anorak der Autor.

Kriegsgefangene - Zweiter Weltkrieg

Kriegsgefangene:
Erste Versorgung in Deutschland durch katholische Schwestern am frühen Morgen.
(Jetzt ist auch für uns der Zweite Weltkrieg vorbei!)